Wie viele Module kann eine LED-Display-Steuerkarte unterstützen? Ein praktischer Leitfaden

Wenn Sie jemals an der Einrichtung eines LED-AnzeigeSie haben sich diese Frage wahrscheinlich schon gestellt: Wie viele Module kann eine einzelne Steuerkarte verwalten? Die Antwort ist nicht einfach. Sie hängt von mehreren Faktoren ab, wie zum Beispiel:

  • Modulspezifikationen
  • Bildschirmgröße
  • ob Sie Schränke verwenden.

In diesem Beitrag erklären wir Ihnen die Berechnungsmethode.

Zunächst klären wir die Grundlagen. Um die benötigte Anzahl an Steuerkarten zu ermitteln, müssen Sie zuerst die Anzahl der LED-Module berechnen. Bei Verwendung von Gehäusen müssen Sie auch diese zählen. Anschließend können Sie diese Zahlen der Belastbarkeit Ihrer Steuerkarten zuordnen. Üblicherweise werden Empfänger- und Senderkarten benötigt.

Fall 1: Outdoor P10 LED-Display (36 m², Seitenverhältnis 16:9)

Beginnen wir mit einem typischen Outdoor-Projekt: einem 16:9 P10 LED-Display mit 36 ​​Quadratmetern Fläche. Zunächst berechnen wir die tatsächlichen Abmessungen des Displays. Bei einem Seitenverhältnis von 16:9 entspricht eine Fläche von 36 m² ungefähr 8 Metern Länge und 4.5 Metern Breite.

Schauen wir uns als Nächstes die Modulspezifikationen an. Ein Standard-P10 LED-Außendisplay Das Modul hat die Maße 320 mm (Länge) × 160 mm (Höhe). Um herauszufinden, wie viele Module entlang der Länge und Höhe passen, führen wir eine einfache Division durch:

  • – Anzahl der Module entlang der Länge: 8 m ÷ 0.32 m = 25 Module
  • – Anzahl der Module entlang der Höhe: 4.5 m ÷ 0.16 m = 28.125 Module

Da Teilmodule nicht verwendbar sind, runden wir die Höhe auf 28 Module ab. Dies ergibt eine tatsächliche Höhe von 28 × 0.16 m = 4.48 m. Somit beträgt die endgültige Anzeigefläche 8 m × 4.48 m = 35.84 m².

Berechnung von Vitrinen (Außendisplays)

Für Außendisplays werden häufig Vitrinen zum Schutz und zur Stabilisierung verwendet. Für dieses 8 m × 4.48 m große Display ergeben sich bei gängigen Vitrinengrößen folgende Mengen:

  • – 960 mm × 960 mm Schränke: 28 Stück
  • – 640 mm × 960 mm Schränke: 8 Stück
  • – 960 mm × 640 mm Schränke: 7 Stück
  • – 640 mm × 640 mm Schränke: 2 Stück

Empfängerkarten-Ladekapazität

Empfängerkarten verteilen die Signale an die Module. Ein P10-Modul hat 32 Pixel in der Länge und 16 Pixel in der Höhe. Wir verwenden Linsn-LED-Empfängerkarten. Sie gehören zu den am weitesten verbreiteten Modellen und unterstützen bis zu 128 horizontale und 384 vertikale Pixel.

Berechnung der Anzahl an Modulen, die eine Empfängerkarte aufnehmen kann:

– Horizontale Kapazität: 128 Pixel ÷ 32 Pixel pro Modul = 4 Module

– Vertikale Kapazität: 384 Pixel ÷ 16 Pixel pro Modul = 24 Module

Betrachten wir nun die Gehäuse als Beispiel. Ein 960 mm × 960 mm großes Gehäuse fasst 3 horizontale Module (3 × 320 mm = 960 mm) und 6 vertikale Module (6 × 160 mm = 960 mm). Eine Empfängerkarte deckt also problemlos ein ganzes Gehäuse ab. Dies entspricht dem branchenüblichen Prinzip „ein Gehäuse, eine Karte“.

Wir raten davon ab, für zwei Gehäuse dieselbe Empfängerkarte zu verwenden, da dies zu Signalverzögerungen oder -instabilität führen kann. Bei unserer Anordnung mit 9 horizontalen und 5 vertikalen Gehäusen beträgt die Gesamtzahl der benötigten Empfängerkarten 9 × 5 = 45 Stück.

P10-Innendisplay (ohne Schränke)

Wenn wir für ein P10-Display im Innenbereich die gleiche Modulanzahl verwenden (ohne Gehäuse), ändert sich die Berechnung der Empfängerkarte geringfügig. Wir ordnen die Gesamtmodulanzahl direkt der Kapazität der Karte zu:

– Horizontale Empfängerkarten:

25 Module ÷ 4 Module pro Karte = 6.25. Da wir Brüche immer aufrunden, benötigen Sie 7 Karten.

– Vertikale Empfängerkarten:

28 Module ÷ 24 Module pro Karte = 1.67, aufgerundet auf 2 Karten.

Gesamtzahl der Empfängerkarten für die Indoor-Anzeige: 7 × 2 = 14 Einheiten.

Rechnungserstellung Kartenberechnung

Sendekarten übertragen Signale von der Quelle zu den Empfängerkarten. Eine Standard-Sendekarte unterstützt bis zu 2048 horizontale und 640 vertikale Pixel. Berechnen wir die Gesamtpixelanzahl unseres 35.84 m² großen Displays:

– Gesamtzahl horizontaler Pixel: 25 Module × 32 Pixel = 800 Pixel

– Vertikale Pixelanzahl insgesamt: 28 Module × 16 Pixel = 448 Pixel

Mit 800 horizontalen und 448 vertikalen Pixeln ist eine Senderkarte mehr als ausreichend, um die Last zu bewältigen.

Fall 2: Größeres Display (120.32 m²)

Betrachten wir nun ein 120.32 m² großes Display. Es ist 15.04 m lang und 8 m hoch. Die Berechnungslogik bleibt gleich, aber wir werden sehen, wie sich die Anforderungen an die Senderkarte mit der Größe ändern.

Modul- und Pixelanzahl

  • – Horizontale Module: 15.04 m ÷ 0.32 m = 47 Module
  • – Vertikale Module: 8 m ÷ 0.16 m = 50 Module
  • – Gesamtzahl horizontaler Pixel: 47 Module × 32 Pixel = 1504 Pixel
  • – Vertikale Pixelanzahl insgesamt: 50 Module × 16 Pixel = 800 Pixel

Anforderungen an die Senderkarte

– Horizontale Kapazität: 2048 Pixel ÷ 1504 Pixel = 1 Karte (keine Rundung erforderlich)

– Vertikale Kapazität: 800 Pixel ÷ 640 Pixel = 1.25. Auf 2 Karten aufrunden.

Gesamtzahl der Senderkarten:

2 Einheiten.

Erinnern Sie sich:

Jede Dezimalstelle in den Berechnungen der Controllerkarte bedeutet, dass Sie eine zusätzliche Karte benötigen, da unvollständige Karten nicht funktionieren.

Empfängerkarten für große Innendisplays (ohne Gehäuse)

– Horizontale Empfängerkarten:

1504 Pixel ÷ 128 Pixel pro Karte = 11.75 → auf 12 Karten aufrunden

– Vertikale Empfängerkarten:

800 Pixel ÷ 384 Pixel pro Karte = 2.08 → auf 3 Karten aufrunden

Gesamtzahl der Empfängerkarten:

 12 × 3 = 36 Einheiten.

 Bei Verwendung von Schränken würden wir uns an die Regel „ein Schrank, eine Karte“ halten, was bei dieser Größe zu 144 Empfängerkarten führen würde.

Schrank- oder Streifensiebe: Welche Option ist die richtige?

Nun noch ein kurzer Tipp zur Verwendung von Gehäusen. Sicherheit und Stabilität sind hier wichtiger als Kosteneinsparungen. Für Displays über 20 m² empfehlen wir dringend die Verwendung von Gehäusen. Diese bieten eine bessere Tragfähigkeit und schützen die Module vor Witterungseinflüssen.

Für kleinere Displays, etwa von wenigen Quadratmetern bis 10 m², sind Leinwände (ohne Gehäuse) ausreichend. Bei Displays zwischen 10 m² und 20 m² empfiehlt sich jedoch der Einsatz von Gehäusen. Leinwände haben eine geringe Tragfähigkeit; sie können große Displays nicht tragen und können gefährliche Einstürze verursachen.

Sparen Sie nicht am falschen Ende und kaufen Sie keine Schränke. Ein einziger Unfall könnte irreparable Schäden oder Sicherheitsrisiken verursachen.

Schlussfolgerung:

Aus der obigen Anleitung geht hervor, dass die Berechnung der Controllerkartenkapazität drei Schritte umfasst.

Zuerst berechnen Sie die Modulanzahl anhand der Displaygröße, ordnen die Module der Pixelkapazität der Empfängerkarte zu und runden alle Dezimalstellen auf. Bei Außendisplays gilt die Regel „ein Gehäuse, eine Karte“. Empfängerkarten dürfen niemals mit mehreren Gehäusen überladen werden.

Jedes Projekt ist einzigartig. Mit der oben beschriebenen Logik können Sie jedoch die benötigte Kartenanzahl für die meisten LED-Display-Konfigurationen abschätzen. Sollten Sie sich bei Ihrem konkreten Projekt unsicher sein, kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung.

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